Ducati 250 Desmo

Ducati 250 Desmo rechts

Drei Dinge braucht der Mann:

Ein Einzylinder-Motorrad, Königswellenantrieb und desmodromische Ventilsteuerung. Ermöglicht hatte dieses Wunderwerk Fabio Taglioni, seines Zeichens Chefkonstrukteur bei Ducati Meccanica SpA in Bologna. Damit hatte der begnadete Ingenieur 1968 den bis dahin ersten grossen Meilenstein in der Ducati Motorradgeschichte geschaffen.

In der Desmo-Liga setzte Ducati dagegen mächtig eins oben drauf. Aus dem Strassensportler wurde ein reinrassiger Supersportler, die Bezeichnung änderte sich von Mark 3 D in 250-, 350- und 450-DESMO.

Ab 1973/1974 kam die nächste und gleichzeitig letzte Evolutionsstufe in der Einzylinder-Königswellen-Desmo-Baureihe. Nun war das Gelb der grossen Ducati 750 Sport Trumpf, der Höcker war eine Kombination mit der hinteren Radabdeckung, der Tank aus Stahlblech, die Seitendeckel waren nun wesentlich kleiner. Die Führung des Vorderrades übernahm eine 35er Ceriani-Telegabel, für Bremsverzögerung sorgte eine 280er Brembo-Scheiben-Bremsanlage. Wahlweise gab es aber auch die Grimeca-Doppel-Simplex-Trommelbremse. Verantwortlich für das neue Design war Leopoldo Tartarini, und wieder war Ducati ein traumhaft schönes Motorrad gelungen, das es selbstverständlich in allen drei Hubraumklassen gab.

Dieses Modell:
Ducati 250 Desmo
Einzylinder, OHC Königswelle, luftgekühlt
248,6cc (74 x 57,8mm), 23 PS
Jahrgang: 04.09.1973