Norton Commando 750 Roadster

Norton Commando links 3

Ein letztes Mal schwang sich Norton zu alter Grösse auf und schuf 1967 mit der Norton Commando ein echtes Superbike. Ach, hätten die Engländer ­damals gewusst, wie viele Träume diesem Motorrad galten.

Die Norton Commando ist ein Motorrad mit luftgekühltem Zweizylinder-Viertaktmotor. Anfangs als Norton Commando 750 mit 745-cm³-Motor angeboten, wurde der Hubraum bei der im Frühjahr 1973 präsentierten Commando 850 auf 829 cm³ vergrössert. Einmalig ist der patentierte „Isolastic“-Rahmen, der mit dem zuvor von Norton langjährig verwendeten „Federbett“-Rahmen nichts mehr gemeinsam hat. Es handelt sich um einen Zentralrohrrahmen mit geschlossenen Unterzügen; Motor, Getriebe und Hinterradschwinge sind über einen Hilfsrahmen mit vibrationsdämpfenden Gummielementen in diesem Hauptrahmen aufgehängt.

Der Motor der Commando basierte auf dem Motor der Norton Atlas 750. Um einen niedrigeren Schwerpunkt zu erreichen und der Maschine eine modernere Optik zu verleihen, wurde der Motor nach vorne geneigt im Rahmen eingebaut. Mit der Unbarmherzigkeit eines Revolverhelden zieht der Paralleltwin ab, setzt die kleinste Bewegung am Gasgriff in unwiderstehliche Beschleunigung und machtvolle Geräuschentwicklung um. In jedem seiner vier hervorragend schaltbaren Gänge, am liebsten so ab 2500 bis 3000 Touren. Ganz grosse Show, und sogar unter grossen Gleichläufern einzigartig. Genauso herrlich funktioniert die Sache andersrum, wenn der Langhuber beim Bremsen hilft und sich zornig die Drehzahlleiter runterröhrt. Ein Triebwerk aus dem Maschinenzeitalter.

Dieses Motorrad:
Norton Commando 750 Roadster
Twin-Zylinder, parallel, OHV, luftgekühlt
745cc (73 x 89mm), 58 PS
Big Bore Krümmer mit Peashooter
Jahrgang: 1970 (1. Roadster-Serie)